|
Die Baumkronen
als Dach, Blumen und Frösche zu Freunden und mit allen Sinnen dabei. |
Kontakt:
Wald.Kindergarten@gmx.net
Impressum, Postanschrift, Telefon, Fax...
| Der Inhalt
unserer Internetpräsenz: |
||
* Aktuelle Termine * Informationen zum Waldkindergarten und den vielen guten Gründen dafür ... * Eine ausführliche Dokumentation der Gründungsphase * Noch kein Vereinsmitglied? Schnell den Aufnahmeantrag runterladen ! * Viele Links zu Waldkindergärten finden sich auf www.waldwusler.de |
||
Sommerfest am 27. Juni Das Fest war mal wieder gut besucht, viele Familien fanden trotz der Hitze den Weg in den Altbohlwald. Während des Festes bauten Eltern neue Spielstationen für den Kindergarten: Eine Kugelbahn, einen Kaufladen, ein Waldsofa mit Lehne und einen Seilgarten. Anschließend wurde gegrillt und gespielt und gelacht und .... Und hier gibt es Bilder vom Sommerfest: |
||
Bilder vom Bastelnachmittag am 8. Juni Jahr für Jahr wandern die Waldkindergartenkinder im Frühling zum Kleintierzuchtverein und freuen sich auf die Tierbabys. Gerne haben wir die Einkadung angenommen, auf der 100-Jahr-Feier ein Kinderprogramm anzubieten. Mit viel Freude wurden dort am Sonntag, 8. Juni 2008 Kazoos gebaut, Körbchen geflochten und Blumenfeen geschminkt. Danke an alle, die geholfen haben. Und hier findet ihr Bilder zu diesem Nachmittag. |
||
|
Südkurier,
05.05.2008
RadolfzellEntdecker in GummihosenVON
ANTJE KIRSCH
Kinder sind zu dick, zu träge, zu
unbeweglich und sitzen zu viel vor
dem Fernseher, das liest man überall. Mittlerweile gibt es
zahlreiche
Initiativen, die die Bewegung von Kindern fördern wollen, denn
"Bewegung ist Leben", wie inzwischen überall propagiert wird.
Radolfzell - "Das einzige, was mich daran überrascht, ist, dass das neu sein soll", wunderte sich Thomas Schäfer, Vorsitzender des Vereins Waldkindergarten, als er gemeinsam mit der Kindergartenleiterin Susanna Meisch interessierte Eltern künftiger Kindergartenkinder zu einem Schnupperrundgang durch den Wald einlud, dem Aufenthaltsraum der "Waldkinder". Hier steht Bewegung an erster Stelle. Da wird mit der Gummihose und festen Schuhen bei Wind und Wetter, Sommer oder Winter täglich auf Entdeckungstour gegangen. "Was passiert, wenn es regnet und die Sonne scheint?" "Regenbogen", schreien die Kinder im Chor. Sie wissen auch, wie dick der Baum hinten links am Waldweg ist - nämlich sieben Kinder dick. Das haben sie gemeinsam ausgemessen. Ein umgefallener Baum wird zur Lokomotive oder zum Vesperplatz. Und wenn es langweilig wird, kann gebastelt werden zum Beispiel Ketten aus Schachtelhalm oder eine Schnecke aus Lehm. Im Wald darf gematscht und gebuddelt werden oder durch das Unterholz gekrochen und rumgerannt werden. Eine Begrenzung gibt es nicht. Allerdings gilt die Regel, in Sicht- oder Hörweite zu bleiben. Wenn die Glocke ertönt, kommen sie aus allen Himmelsrichtungen wieder zusammen, um gemeinsam zu vespern, zu singen oder zu spielen. Mitten im Wald zeigt Marie den Seidelbast, der hoch giftig ist, wie sie genau weiß. Dass hier ein Kind mal davon kostet, kommt nicht vor. Denn Gegessen wird grundsätzlich nichts, auch wenn die Walderdbeeren noch so verlockend aussehen. Das ist eine eiserne Regel, die jeder sofort lernt, wie Susanna Meisch erzählt. Alle Regeln, wie unter anderem die, mit der Natur respektvoll umzugehen, an den vereinbarten Haltepunkten zu warten oder gemeinsam zu vespern, werden von den Kindern eingehalten. "Das beruht auf Vertrauen", erklärte Susanna Meisch den interessierten Eltern auf dem Waldrundgang, "sonst funktioniert das nicht". Derzeit betreut der Waldkindergarten 17 Kinder. Von April bis August kommen zudem acht Kinder unter drei Jahren in die Kleinkindergruppe. Den Waldkindergarten gibt es seit 2000. "Für Radolfzell war das damals neu. Da wurde viel Überzeugungsarbeit geleistet", erinnert sich heute Thomas Schäfer. Mittlerweile ist er Ausbildungsstätte für die Mettnauschule oder die Pädagogische Hochschule Weingarten. Aber auch Schüler des Friedrich-Hecker- oder des Gaienhofener Gymnasiums kommen regelmäßig für ein Praktikum. Der Kindergarten folgt genauso dem neuen Orientierungsplan wie alle anderen Einrichtungen. Nur dass es hier keine Erweiterungsbauten für Bewegungsräume braucht. "Unser Kind soll das Gefühl der Freiheit kennen lernen", meint Peter Stein, der sich auf dem Rundgang mit seiner Familie ein Bild vom Waldkindergarten gemacht hat. Ein wesentlicher Vorteil ist für ihn auch die Förderung von Phantasie und Kreativität und vor allem, dass der Lärmstress wegfalle. |
||
- Wichtig und aktuell! -Frühlingserwachen - Infonachmittag im WaldkindergartenIm Wald erwacht endlich der Frühling. Das ist die beste Zeit, um auch die Öffentlichkeit und neue Waldkinder über die Kindergartenarbeit zu informieren.Passt der Waldkindergarten zu uns? Passen wir in den Wald? Am Freitag, dem 25. April findet vom 15:00 und 17:00 Uhr unter dem Thema "Frühlingserwachen" eine Informationsveranstaltung. Nach einer gemeinsamen Begrüßung wird Leiterin Susanna Meisch den Eltern anhand eines kurzen Waldkindergarten-Vormittags die grundlegenden pädagogischen Konzepte erläutern. Abzählverse, gemeinsames Vesper und Freispiel - welche Funktionen hat dies für die Entwicklung der Kinder und welche Rolle spielt dies in der Umsetzung des Orientierungsplanes? Das alles wird bei einem Spaziergang durch den Wald zu den Lieblingsplätzen der Kinder angesprochen. Vereinsvorsitzender Thomas Schaefer erläutert Struktur des Kindergartens und der Elternarbeit. Wir freuen uns auf viele neue Gesichter! 8 Jahre Waldkindergarten RadolfzellDen 8. Geburtstag des Waldkindergarten konnten unsere Waldkinder am 01. April feiern. Ein großer Erfolg, auf den wir alle, Waldkinder, Waldeltern und Ehemalige stolz sein können. Inzwischen sind die ersten zehn Waldkinder auf weiterführenden Schulen angekommen, wer hätte damals gedacht, dass das so schnell geht. Die anderen über 20 Kinder gehen noch auf die verschiedenen Grundschulen in Radolfzell. Die Rückmeldungen an den Waldkindergarten sind überwiegend positiv. Das Team arbeitet daran, zukünftig noch besser auf Schwächen den Kinder einzugehen.Cordula und Susanna bilden seit nunmehr vier Jahren den Kern des Kindergartenteams. Zahlreiche FÖJ und Praktikanten haben seitdem den Alltag der beiden "gewürzt". Lisa ist noch für fünf Monate da, die neuen FÖJ schnuppern aber schon. Christine Roth begleitet uns seit Jahren als Vertretungskraft. Auch im 8. Jahr freuen wir uns über die neuen Kinder, die wir herzlich im Kindergarten begrüßen. Ab dem Frühjahr sind Alice, Momo und Paul die neuen Waldzwerge. Wir wünschen den dreien viel Spaß beim Spielen und Entdecken. Verabschieden müssen wir uns leider von Susanna Burkhard, die lieber mit ihrer Freundin in den evangelischen Kindergarten gehen möchte. Zum Jubiläum haben sich die Kindergartenkinder entschieden, gemeinsam Milchreis zu kochen und im Wald zu spielen. Auf eine Feier mit den "Großen" hatten sie keine Lust. Schade für uns, aber der Kinder Wille... Neuer Vorstand stellt sich vorAm 8. Geburtstag hat auch ein neuer Vorstand des Vereins die Arbeit aufgenommen. Neben Thomas Schaefer, der zum Vorsitzenden gewählt wurde, folgte die Mitgliederversammlung dem Vorschlag, einen der gewählten Elternvertreter fest in den Vorstand zu wählen. Mit Werner Pieters, der die Vorstandssitzungen schon seit langem begleitet, hat der Elternwille nun auch eine Stimme bei Abstimmungen. Dazu wurden Anja Frick als Schriftführerin und Susann Hildebrand als Kassiererin gewählt. Aus der Mitgliederversammlung kam auch der Vorschlag, eine Erzieherin in das Team zu wählen. So ist Cordula Zachmann nun als Person Beisitzerin und vertritt mit einer Stimme die Interessen des pädagogischen Teams. Susanna und Cordula haben beschlossen, sich bei den Sitzungen abzuwechseln. Wir freuen uns auf euch, wenn ihr mitmachen wollt.DUH und Sparkasse unterstützten Umsetzung des OrientierungsplanesEine erfreuliche Nachricht erreichte den Waldexpress kurz vor Redaktionsschluss: die Deutsche Umwelthilfe DUH und die Sparkasse Singen-Radolfzell unterstützen die Umsetzung des Orientierungsplanes durch einen großzügige Zuschüsse. Damit können nun längst überfällige Geräte und angeschafft und die bereits geleistete konzeptionelle Arbeit von Susanna und Cordula ausgeglichen werden. Damit setzt vor allem die DUH erneut ein Zeichen für die wertvolle frühkindliche Bildungsarbeit, die der Kindergarten auch für Umwelt und Natur leistet. "Den Aufenthalt in der Natur als Normalität zu erfahren", so die Begründung der Entscheidung, "ist eine wichtige Funktion, die der Waldkindergarten in besonderer Weise erfüllt."Schulkinder 2008Die erste der zwei Schulkindwochen findet für Amrei, Martin, Swea, Mette, Stella und Leonie vom 21.- 25. April statt. Sie werden dem Element Wasser auf der Spur sein. Natürlich finden in der letzten Sommerferienwoche wieder unsere Wackelzahnwochen statt: Seit fünf Jahren ein gelungener Ferienabschluss in vertrauter Gemeinschaft.Neue Kleinkindgruppe gestartetEbenfalls am 01. April ist zum vierten Mal in Folge die Kleinkindgruppe in den Frühling gestartet. Mit acht Kindern zwischen 2 und 3 Jahren wird Christiane Rottmeier bis zu den Sommerferien drei Mal wöchentlich für 3 1/2 Stunden den Wald erkunden, nach Elfen und Zwergen suchen und viel Neues und Aufregendes entdecken. Die Kleinkindgruppe ist einerseits ein Betreuungsangebot für Kinder unter drei Jahren, soll aber auch ein Tor sein für mögliche spätere Waldkinder und Waldeltern. Deswegen wird Susanna einige Male mit dabei sein, auch damit die Kleinen sie schon kennen, falls Christiane mal krank sein sollte. Ab Mai werden beide Gruppen einige Vormittage gemeinsam verbringen.FreitagsgruppeSeit April hat Brigitte Messmer mit Sophia (2) die Koordination der Freitagsgruppe übernommen. Zwischen 9:00 und 11:00 Uhr ist momentan richtig viel los in unserer "Schnuppergruppe". Die Freitagsgruppe war unser aller ersten Anfang im Wald vor inzwischen fast 10 Jahren. Deswegen freut es uns besonders, dass diese Gruppe so vital weiterlebt. Momentan treffen sich fünf bis sieben Kinder und Mütter. Gemeinsames Vesper mit der Kindergartengruppe ist geplant. Die Gruppe ist offen für alle, Infos bei Brigitte unter 07732-943060.Zecken gesichtet!!!Liebe Eltern, Frühling ist auch immer Zeckenzeit! Die ersten wurden bereits gesichtet. Grund genug, alle Eltern an die bekannten Vorsichtsmaßnahmen zu erinnern: Lange Ärmel und Beine sind Pflicht! Alle Kinder brauchen unbedingt eine Kopfbedeckung, die den Nacken und die Ohren schützt sowie ein Halstuch, damit keine Tiere in den Ausschnitt krabbeln können. Die Hosenbeine müssen unten in lange Socken gesteckt werden. Durch Autan, Zedan oder Zanzarin an Kleidern und Händen können diese Vorkehrungen unterstützt, aber nicht ersetzt werden. Durch konsequentes Befolgen dieser Maßnahmen konnten in den vergangenen acht Jahren Zeckenbisse und mögliche Infektionen durch Borrelien auf ein Mindestmaß beschränkt werden, FSME-Erkrankungen sind nicht bekannt. Auf unserer Homepage könnt ihr eine kurze Präsentation zum Thema Zecken abrufen.VertretungsregelungDurch Fortbildungen, Krankheit etc. war das KiGa-Team in den vergangenen Monaten oft nicht komplett. Projekte mit den Kindern können dann nicht weiter verfolgt werden, manches andere bleibt liegen und muss erst wieder aufgearbeitet werden. Auch für die die Dynamik der Gruppe ist das ungünstig. Um dies zukünftig zu vermeiden, hat der Vorstand beschlossen, bei Krankheit ab dem ersten Tag durch Christine Roth zu vertreten. Urlaubstage außerhalb der Kindi-Schließzeiten werden ebenfalls vertreten. Wir wollen damit möglichst große Kontinuität und Planungssicherheit für die pädagogische Arbeit erreichen. Ihr Eltern braucht also zukünftig keine Angst mehr vor spontanen Elterndienst zu haben. Über Eltern, die gerne in den Wald mitgehen wollen, freuen sich die Erzieherinnen natürlich immer! Wir wollen diese Energien aber zukünftig für geplante Tage nutzen, weil sich die spontane Vertretung nicht bewährt hat.Namen gesucht!Die Namen für unsere Gruppen sind doch sehr sperrig - Kingergartengruppe, Kleinkindgruppe, Freitagsgruppe. Wir suchen deswegen für jede Gruppe einen neuen, richtigen Namen. Vorschläge per e-mail an waldkindergarten-radolfzell@gmx.de oder in den Kummerkasten. Wir werden die Vorschläge sammeln und die besten prämieren. Es "winken wertvolle Preise".Holzschwund aufgeklärtAm 04. April haben einige Radolfzeller Jugendliche im Altbohl Geburtstag gefeiert. Im Zuge dessen haben sie unseren Holzschopf aufgebrochen und das gesamte verbliebene Holz entnommen und verfeuert. Die Polizei hatte die Jugendlichen am gleichen Abend überprüft und Personalien aufgenommen. Unsere Kinder sind bei solchen Vorfällen immer sehr erschüttert. Susanna hat deswegen vorgeschlagen, dass die Jugendlichen während der Kindergartenzeit den Holzschopf reparieren, für die Kinder Spächtle hacken und sich vielleicht auch etwas mit den Kindern unterhalten. Das soll in den nächsten Tagen passieren.Weitere Termine für alle!Wie alle Jahre findet auch in diesem Jahr das traditionelle 1.Mai-Grillen auf dem Kindergartengelände statt. Damit hatten wir schon im ersten Jahr begonnen, zunächst um zu verhindern, dass an den tag etwas kaputt geht. Inzwischen ist es für viele ein fester Termin geworden, an dem sich aktuelle und ehemalige Eltern treffen, die Kinder spielen und manchmal hat auch jemand eine Schatzsuche vorbereitet. Essen und Getränke muss jeder selbst mitbringen, Grill ist vorhanden. Wir werden gemeinsam T-shirts mit dem Kindergartenlogo drucken. Größen von 92- 152 können gekauft und dann von euch mit euren Kindern bedruckt werden.Das Sommerfest am 27. Juni steht ganz unter dem Zeichen des gemeinsam Arbeitens. Nach der gemeinsamen Eröffnung um 14:30 können sich alle überlegen, ob sie lieben eine Kugelbahn, ein Baumhaus ein Waldsofa mit Lehne (hatten wir noch nie) oder einen Seilgarten einrichten wollen. Ab 18:00 Uhr werden wir natürlich noch grillen und die gemeinsame Arbeit feiern. In Zukunft wollen wir einen Elternsprechtag in der Hütte anbieten, an dem alle Familien einen kurzen Austausch mit den Erzieherinnen haben können. Details erfahrt Ihr in rechtzeitig. Am 19.09. findet der Kennenlern-Nachmittag der Eltern, Erzieherinnen und FÖJ statt. Wir wollen die neuen Kinder und Eltern und die neue FÖJ herzlich im Wald begrüßen. Das Gelände, die Struktur des Kindergartens und die grundlegenden Konzepte? Alles schon mal irgendwie gesehen und gehört? An diesem Nachmittag ist Gelegenheit zu ausführlichem Kennenlernen und Informationsaustausch. Der nächste Elternabend mit Elternbeiratswahl und Pukenversammlung findet Ende Oktober im Umweltamt statt. Kigateam: Susanna, Cordula, Lisa Vorstand: Werner, Susann, Thomas, Anja |
||
Überhaupt kein bisschen leise -Musik im Wald
Die Radolfzeller Waldkinder haben bereits Spaß mit den Instrumenten aus Naturmaterialien. März 2008: Zum Thema „Instrumente aus Naturmaterial“ trafen sich 18 Erzieherinnen aus zehn Waldkindergärten im Waldkindergarten Radolfzell. Die Idee dafür erwuchs aus einem vorherigen Treffen der „Regionalgruppe Waldkindergärten erweiterter Bodenseekreis“: Von Trossingen, Villingen, Donaueschingen, Schwenningen, Bad Dürrheim, Niedereschach, Furtwangen, Konstanz, Waldspielgruppe Wahlwies bis zu den Gastgebern Radolfzell reicht der Zusammenschluss, der seit 2000 besteht und drei bis viermal im Jahr zum pädagogischen Austausch einlädt. Jeweils ein Kindergarten übernimmt die Organisation und bietet ein waldkindergartenspezifisches Thema an. Die Auswahl reicht von Exkursionen zu botanischen Schwerpunkten, Kochen mit Wildfrüchten, eigene Fertigung von Filzmatten als Sitzunterlage für die Kinder, Märchen im Wald, Figurentheater aus Gemüse, Winter im Waldkindergarten bis zu forstspezifischen Themen wie die Entwicklung des Waldes. Teilnehmer sind die pädagogischen Fachkräfte der Waldkindergärten, Gäste aus dem Kreis der Eltern; andere Interessierte sind immer willkommen. So machten sich an einem Samstagmorgen die Erzieherinnen Cordula Zachmann und Susanna Maisch mit ihren Gästen auf dem Waldkindergartengelände Radolfzell im Altbohlwald auf die Suche nach geeigneten Astgabeln, Knöterich, Holunder, Eicheln und Nüsse. In konzentrierter Stimmung wurden Astschrapper, Stabrasseln, Reihenrasseln, Holzblocktrommeln, Panflöten, Klangstäbe, Kazoo und Schwirrhölzer hergestellt. Mit großem Spaß und wohlklingend für die Ohren konnten die Teilnehmer mit den selbstgefertigten Instrumenten gemeinsam Musik machen. Im Anschluss fand reger Erfahrungsaustausch darüber statt, welche Instrumente bereits mit Drei-Fünfjährigen im Kindergarten gebaut werden können, um den Kindern die kreative Auseinandersetzung mit verschiedenen Materialien und manuelles Schaffen mit den Ergebnis eigener Musik zu ermöglichen. Mit optisch sehr schönen Instrumenten, Ideen und Motivation im Gepäck kehren alle Erzieherinnen in ihre Stammkindergärten zurück. |
||
| Termine: 25. April 2008 (Freitag) Informationsnachmittag im Waldkindergarten 01. Mai 2008 Grillen, spielen, singen und T-Shirts mit Waki-Logo bedrucken 27. Juni 2008 Sommerfest 19. Sept. 2008 Kennenlernnachmittag für neue und alte Eltern und Kinder Freitags, von 9.00 - 11.00 Uhr Treffpunkt
um 9.00 Uhr am
Parkplatz vor dem Schützenhaus, also oberhalb des
Waldkindergartens. Offen
für alle, die Interesse am
Waldkindergarten haben oder
einfach gerne mit ihren Kindern im Wald sind. |
||
|
Waldkindergarten Radolfzell e.V. Altbohlstrasse 35 78315 Radolfzell Tel.: 07732 / 942 31 35 Fax: 07732 / 942 31 36 Wald.Kindergarten@gmx.net www.Waldkindergarten-Radolfzell.de Vorsitzende: Thomas Schäfer, Werner Pieters Eingetragen beim Amtsgericht Radolfzell (VR 326) Als gemeinnützig anerkannt vom Finanzamt Singen a. Htw. (St.Nr.:18222/60296) |
||
| Was ist ein Waldkindergarten? Zunächst einmal ein ganz normaler Kindergarten, wo Kinder spielen, toben, basteln, singen, ein sinnvolles Miteinander, soziale Regeln und Vieles mehr erlernen. Die Waldkinder jedoch spielen vor Allem mit dem, was sie in der Natur vorfinden. In kleinen Gruppen sind die Kinder bei jedem Wetter und zu jeder Jahreszeit in einem Waldstück unterwegs. Durch den täglichen Aufenthalt in der Natur werden * Phantasie und Kreativität angeregt * das Ausleben von Entdeckungsfreude und Neugier ermöglicht, * die Sinne sensibilisiert, * die Gesundheit gefördert, * kindlichem Bewegungsdrang Raum gegeben und * ein unmittelbarer Bezug zur Natur hergestellt. Auch in Radolfzell: ... der Kindergarten ohne Wände und unter freiem Himmel Im April 2000 hat der Waldkindergarten seinen Betrieb im Altbohlwald Radolfzell aufgenommen. Er findet an 5 Tagen in der Woche jeweils am Vormittag statt. Zwei staatlich anerkannte Erzieherinnen begleiten die Kinder, die das ganze Jahr über im Freien unterwegs sind. Die Gruppe führt einen Bollerwagen mit sich, in dem Kleidung zum Wechseln, Wasser und Seife zum Händewaschen, Erste-Hilfe-Ausrüstung, ein Handy für Notfälle u. A. mitgeführt wird. Für extreme Witterungen steht ein Schutzhütte zur Verfügung. So sind die Kinder für das Erlebnis Wald bestens vorbereitet, um täglich Neues zu entdecken und mit dem zu spielen und lernen, was sie in der Natur vorfinden. Bei gefährlichen Bedingungen (z. B. Sturm) wird ein Ausweichprogramm organisiert. Aber auch sonst verlassen die Kinder gelegentlich den Wald, um das Leben in der Gemeinde zu erkunden und Interessantes und Nützliches über Kultur, Handwerk, Geschäftsleben, Verkehr usw. zu erfahren. ... der Verein Träger ist der Verein "Waldkindergarten Radolfzell e.V.", der im Februar 1999 gegründet wurde, im Vereinsregister eingetragen und als gemeinnützig anerkannt ist. Die meisten Mitglieder sind Eltern, die sich für ihre Kinder einen Waldkindergarten wünschen. Die Aufnahme von Kindern mit körperlichen und geistigen Behinderungen ist erwünscht, wenn ihren besonderen Bedürfnissen Rechnung getragen werden kann. ... die Idee ist nicht neu Waldkindergärten sind in Dänemark seit über 20 Jahren in mehr als 60 Einrichtungen erprobt. Der große Erfolg brachte diese Idee auch nach Deutschland, wo inzwischen viele Waldkindergärten gegründet wurden und unzählige im Aufbau sind. Allein in Baden-Württemberg gibt es zur Zeit ca. 60 Waldkindergärten. ... eine Bereicherung für Radolfzell Ein Waldkindergarten erhöht die Wahlmöglichkeiten zwischen verschiedenartigen Angeboten, so wie dies das Kinder- und Jugendhilfegesetz vorsieht. Im Waldkindergarten beginnt praktische Umwelterziehung bereits bei den Kleinen. Naturpädagogisches „Know-How“ wird erprobt und angewendet und kann an andere (z. B. Vereine, Kindergärten) weitervermittelt werden. Der Waldkindergarten braucht einen intakten Wald und ist daher aktiv gegen Müllablagerungen und ähnliche Verunstaltungen. Der Waldkindergarten ist Ausdruck Bürgerschaftlichen Engagements: Initiiert von Eltern und getragen von einem Verein aktiver Radolfzeller BürgerInnen. Im Waldkindergarten entsteht eine intensive Beziehung zur Umwelt, die die Kinder ihr Leben lang in ihrem Handeln begleitet - eine nachhaltige Entwicklung ganz im Sinne der lokalen Agenda 2000, denn große Aufgaben lassen sich nur in kleinen Schritten verwirklichen. |
||
| Warum brauchen Kinder Waldkindergärten? ... weil der Waldkindergarten in idealer Weise die körperliche Aktivität fördert. Die Kinder können ihren natürlichen Bewegungsdrang ausleben und sind dadurch ausgeglichener. Täglich mehrstündiger Aufenthalt im Freien stärkt Fitness und Gesundheit. ... weil Stille in der heutigen Zeit ungewohnt ist. Der Wald lädt ein zum Innehalten und Zuhören: den Schwertransport einer Ameise zu beobachten, dem Wirbel von Blättern nachzuschauen, dem Rauschen von Baumwipfeln zu lauschen. So kann innere Ruhe einkehren, Konzentration und Stabilität gefördert werden. ... weil in der Natur die Sinneswahrnehmung geschult wird. Der Wald bietet eine unerschöpfliche Quelle von Sinnes-eindrücken und schult damit die Wahrnehmungsfähigkeit. ... weil Kinder die Welt be"greifen". Die Kinder sind aktiv und in Bewegung im Wald, und dabei bewegen sich Körper, Geist und Seele gleichermaßen. Nur gemeinsam können Bewegungsvermögen, Sinneserfahrungen und die Fähigkeit zum abstrakten Denken wachsen. ... weil die Neugierde täglich herausgefordert wird. Ein dunkles Erdloch, ein steiler Hügel oder Tierspuren auf dem Boden wecken kindliche Abenteuerlust und Entdeckungsfreude und ermöglichen deren Ausleben. ... weil das Spielen im Wald Phantasie und Kreativität unterstützt. Im Waldkindergarten gibt es kein vorgefertigtes Spielzeug. Der Umgang mit Naturmaterialien wie Ästen, Sand und Blättern sowie die je nach Jahreszeit ständig wechselnde Umgebung fördern Phantasie und Kreativität. ... weil eine Waldkindergarten-Gruppe das Miteinander fördert. Viele Aufgaben im Wald kann ein Kind allein nicht lösen: Einen schweren Ast herbeischleppen, eine glitschige Böschung erklimmen oder trockenen Fußes über einen Bach kommen. Nicht eingeengt durch Wände lernen die Kinder mit ihren Aggressionen umzugehen. ... weil der Waldkindergarten intensive Naturerfahrungen ermöglicht. Durch das hautnahe Erleben der Jahreszeiten, spielerische Kennenlernen von Tieren und Pflanzen und durch alltägliche Naturbegegnungen erleben die Kinder das Eingebundensein in die Natur und gewinnen ihr gegenüber eine positive Einstellung. |